Rehaklinken haben für Schleswig-Holstein eine hohe wirtschaftliche Beudeutung
Die Rehabilitationskliniken in Deutschland arbeiten allesamt mit sehr hoher Qualität und großem Niveau. Gerade unter demografischen Gesichtspunkten kommt der Rehabilitation ein wichtiger Stellenwert zu. Gesunderhaltung, Wiedereingliederung in die Arbeitswelt und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist bei einer älterwerdenden Gesellschaft mit wachsendem Arbeitskräftemangel sehr wichtig.
Bernd Krämer, Geschäftsführer des Verbands der Privatkliniken Schleswig-Holstein (VPKSH) bezifferte vor kurzem die differenzierten Kosten: "Ein Pflegeplatz kostet ca. 700 Euro pro Monat, eine Reha-Maßnahme im Durchschnitt ca. 2.500 Euro. Da hat sich die Reha-Maßnahme spätestens nach vier Monaten gelohnt". Die 72 Reha-Einrichtungen in Schleswig-Holstein stehen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt auf allen Ebenen an der Spitze. In Schleswig-Holstein herrscht die zweithöchste Bettendichte, gleichwohl haben die Kliniken eine überdurchschnittliche Auslastung bei einer sehr hohen Effizienz aufgrund unterdurchschnittlicher Verweildauer. All das bezeugt schwarz auf weiß eine von der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein (KGSH) bei der Baseler Prognos AG in Auftrag gegebene "Studie zur wirtschaftlichen Relevanz der Reha-Kliniken in Schleswig-Holstein", bei der auch der VPKSH eingebunden war.
Die Ostseeklinik Schönberg-Holm ist Mitglied im VPKSH und hat an der Entwickung der Studie mitgewirkt. Dabei zeigt sich, dass durch die Reha-Einrichtungen durchaus ein hohes wirtschaftliches Potenzial auch für das Land und die Gemeinden entsteht; mit 5.129 Fällen pro hunderttausend Einwohner kommen die Reha-Kliniken in Schleswig-Holstein auf 84 Prozent Auslastung. Dabei akquirieren sie 71 Prozent ihrer Patienten aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hamburg. Das allein bringt 3,3 Mio Übernachtungsgäste nach Schleswig-Holstein. Durch Leistungen der Reha-Kliniken werden insgesamt 8.403 Arbeitsplätze im Land geschaffen: Zum einen durch die Kliniken selbst aber auch durch die daran gebunden Zulieferfirmen, den Einzelhandel und die profitierenden Gaststätten. Die Wertschöpfung aus den Kliniken beläuft sich auf 416 Mio Euro - das ist vergleichbar mit der Wertschöpfung aus der Hotellerie oder dem Apothekenwesen im Lande. Aber das ist nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite sieht genauso glänzend aus: Denn bedenkt man, dass die Rehabilitationseinrichtungen Menschen wieder für das Leben und den Arbeitsmarkt fit machen, so bekommt man für jeden in die Rehabilitation investierten Euro sogar fünf Euro zurück, was einer hervorragenden Rendite entspricht. Ganz zu schweigen von den positiven Auswirkungen auf das Sozialversicherungssystem.
Deshalb, so die Überzeugung von Krämer, ist die Gesundheitswirtschaft und insbesondere die Rehabilitationsbranche, in hohem Maße zukunftsorientiert und sollte ausgebaut werden, statt ihr den Hahn zuzudrehen. Die Sparmaßnahmen bedrohen die Kliniken trotz ihrer hervorragenden Position, denn es gibt keinerlei Ausgleiche für die hohen Personalkostensteigerungen durch Tarifanhebungen oder die steigenden Energiekosten. Zudem spielt neben Qualitätskriterien der Preis eine immer größere Rolle.









